Was ist Longevity?

Longevity bedeutet, Altern bewusst zu gestalten – gesund, aktiv und selbstbestimmt.
Bewusst. Gesund. Leben.


Longevity, deutsch Langlebigkeit beschreibt das Ziel, möglichst viele Jahre gesund, aktiv und selbstbestimmt zu leben. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die bloße Lebensdauer (Lifespan), sondern vor allem die gesunde Lebenszeit, die sogenannte Healthspan.

Die moderne Longevity-Forschung zeigt: Wie wir altern, ist nur zu einem kleinen Teil genetisch festgelegt. Lebensstil, Umweltfaktoren und Prävention haben einen deutlich größeren Einfluss darauf, wie vital wir bleiben, wie gut wir Krankheiten vorbeugen und wie hoch unsere Lebensqualität im Alter ist.

Studien belegen, dass genetische Faktoren nur einen geringen Anteil an unserer Lebenserwartung haben. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel von Genen und Umwelt – die Epigenetik. Sie beeinflusst, welche Gene aktiviert oder gehemmt werden und damit, wie gesund wir altern. Unser Lebensstil ist somit einer der wirksamsten Hebel, um Erkrankungen zu reduzieren, den Alterungsprozess zu verlangsamen und gesund älter zu werden.

Die Deutsche Longevity Gesellschaft e.V. macht aktuelles Wissen aus Wissenschaft, Medizin und Lebensstilforschung verständlich zugänglich, für alle, die bewusst, gesund und mit Freude leben möchten.

Biologisches Alter und Chronologisches Alter – Was ist der Unterschied?

Das chronologische Alter beschreibt die Anzahl der Jahre seit der Geburt. Es ist eine feste Zahl – sagt jedoch nur wenig darüber aus, wie gesund, belastbar oder regenerationsfähig ein Mensch tatsächlich ist.

Das biologische Alter hingegen gibt Auskunft über den funktionellen Zustand des Körpers. Es zeigt, wie gut Organe, Stoffwechsel, Gefäße und Regulationssysteme arbeiten – und damit, wie schnell oder langsam der individuelle Alterungsprozess verläuft. Je nach Lebensstil, Umweltfaktoren und gesundheitlicher Vorgeschichte kann das biologische Alter deutlich vom chronologischen Alter abweichen. So kann ein 50-jähriger Mensch biologisch eher einem 40-Jährigen entsprechen – oder umgekehrt.

Zur Bestimmung des biologischen Alters werden verschiedene Biomarker des Alterns herangezogen. Diese messbaren Körperparameter erlauben Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit zentraler Organsysteme. Dazu zählen unter anderem: 

  • Blutdruck, 
  • Seh- und Hörvermögen, 
  • Gelenkbeweglichkeit, 
  • Leberwerte, 
  • Nieren- und Lungenfunktion, 
  • Herz-Kreislauf-Fitness, 
  • Cholesterinwerte 
  • sowie die Beschaffenheit der kleinen Blutgefäße im Augenhintergrund, die als Spiegel der Gefäßgesundheit im Gehirn gelten.


Erst die Gesamtschau dieser Biomarker ergibt ein differenziertes Bild des biologischen Alters. Sie macht sichtbar, wo der Körper gut funktioniert und wo frühzeitige Alterungsprozesse beginnen. Genau hier setzt moderne Longevity-Prävention an: Ziel ist es, biologische Alterungsprozesse zu verlangsamen, funktionelle Defizite frühzeitig zu erkennen und die gesunde Lebenszeit die Healthspan gezielt zu verlängern.

Longevity und das Hormesis Prinzip

Nach dem Hormesis-Prinzip machen gezielte, kurze Stressreize den Körper widerstandsfähiger. Ein zentraler Hebel für Longevity.


Ein zentrales Konzept der Longevity-Forschung ist das Hormesis-Prinzip. Es beschreibt die positive Wirkung milder, kontrollierter Stressreize auf den Körper. Während chronischer Stress krank machen kann, fördern kurze, gezielte Belastungen wichtige Anpassungs- und Reparaturprozesse.

Zu diesen hormetischen Reizen zählen unter anderem: 

  • Fasten, 
  • körperliche Bewegung, 
  • Hitze- 
  • und Kältereize


Sie aktivieren Mechanismen wie Zellreinigung, Entzündungsregulation und eine verbesserte Stress-Resilienz – Prozesse, die eng mit gesundem Altern verbunden sind.

Besonders gut belegt ist die Wirkung von regelmäßiger Bewegung: Sie senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht, wirkt stimmungsaufhellend, reduziert Stress und verbessert die Schlafqualität.

Longevity bedeutet daher nicht, Stress vollständig zu vermeiden, sondern ihn bewusst und dosiert zu nutzen, um die Anpassungsfähigkeit des Körpers zu stärken und die gesunde Lebenszeit zu verlängern.

Blue Zones und Longevity

In den letzten Jahrzehnten haben medizinische Forschungen und die Beobachtung von Lebensgewohnheiten in bestimmten Regionen der Welt wertvolle Einblick gegeben, wie wir unser Leben gestalten können, um länger gesünder zu leben. Diese ganz besonderen Regionen der Welt werden „Blue Zones“ genannt. Geprägt wurde dieser Begriff von Dan Buettner, der mit einem Team von Demografen und Wissenschaftlern diese Blue Zones identifizierte, analysierte und das Leben der Bewohner dort genau untersuchte. Zu den Blue Zones gehören:

  • Okinawa, Japan
  • Sardinien, Italien
  • Nicoya, Costa Rica
  • Ikaria, Griechenland und
  • Loma Linda, Kalifornien.

Warum ist die Lebenserwartung in den Blue Zones höher als in den anderen Gebieten auf der Erde?

Die Bewohner dieser Regionen teilen ähnliche Lebensgewohnheiten, die als Schlüssel zur Langlebigkeit (Longevity) angesehen werden:

  • eine pflanzenbasierte Ernährung
  • regelmäßige körperliche Aktivität
  • starke soziale Bindungen und
  • eine positive Lebenseinstellung.


Die Rolle der Ernährung in der Longevity

Ernährung ist kein Detail, sondern ein zentraler Steuerungsfaktor für gesundes Altern: täglich, langfristig und wirksam.


Ernährung gilt als einer der wichtigsten Hebel für Longevity. Zahlreiche Studien zeigen, dass bestimmte Ernährungsweisen nicht nur das Risiko für chronische Erkrankungen senken, sondern auch den Alterungsprozess verlangsamen und die Lebensqualität bis ins hohe Alter verbessern können.

Besonders gut untersucht ist die Mittelmeerdiät. Sie ist reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, Olivenöl und Fisch. Diese Ernährungsform wird mit einer geringeren Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und bestimmten Krebsarten sowie mit einer höheren Lebenserwartung in Verbindung gebracht.

Ähnliche Effekte zeigen sich bei der traditionellen japanischen Ernährung, die viel Fisch, Algen, fermentierte Lebensmittel und grünen Tee enthält. Auch hier beobachten Forschende eine hohe Lebenserwartung und ein vergleichsweise niedriges Auftreten altersbedingter Erkrankungen.

Gemeinsam ist diesen Ernährungsformen eine hohe Nährstoffdichte, ein hoher Anteil an antioxidativen und entzündungshemmenden Lebensmitteln sowie ein geringer Konsum von Zucker, stark verarbeiteten Produkten, Alkohol und rotem Fleisch. Zusätzlich mehren sich Hinweise, dass eine gesunde Darmflora nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch Stimmung, kognitive Leistungsfähigkeit und psychische Gesundheit positiv beeinflusst.


Longevity und Fasten

Auch Fasten spielt in der Longevity-Forschung eine zentrale Rolle. Regelmäßige Essenspausen versetzen den Körper in einen Zustand der Regeneration, in dem Reparatur- und Erneuerungsprozesse aktiviert werden.

Ein zentraler Mechanismus ist die Autophagie – ein biologisches Recyclingprogramm, bei dem beschädigte Zellbestandteile abgebaut und erneuert werden. Dieser Prozess trägt zur Reduktion chronischer Entzündungen bei und verbessert die Zellfunktion.

Studien deuten darauf hin, dass Fasten unter anderem

  • die Insulinsensitivität verbessert,
  • das Risiko für Diabetes Typ 2, 
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
  • und bestimmte Krebsarten senken kann,
  • sowie die Gehirnfunktion unterstützt.


Gängige Formen sind das Intervallfasten (z. B. 16:8) oder zeitlich begrenzte Fastenperioden. Welche Methode geeignet ist, hängt von individuellen Voraussetzungen ab und sollte idealerweise ärztlich begleitet werden.


Longevity und Nahrungsergänzungsmittel (Supplements)

Nahrungsergänzungsmittel werden häufig mit dem Wunsch nach mehr Gesundheit und Langlebigkeit verbunden. Tatsächlich zeigen einzelne Substanzen in Studien positive Effekte, ihr Nutzen ist allerdings stark abhängig von Qualität, Dosierung und individueller Situation.

Zu den besser untersuchten Wirkstoffen zählen unter anderem Omega-3-Fettsäuren, bestimmte Vitamine, Polyphenole sowie der natürliche Zellstoff Spermidin, der an Autophagie-Prozessen beteiligt ist und mit gesundem Altern in Verbindung gebracht wird.

Wichtig ist: Supplements ersetzen keinen gesunden Lebensstil. Die Grundlage für Longevity bleibt eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, erholsamer Schlaf und ein gutes Stressmanagement.

Zudem ist der Markt für Nahrungsergänzungsmittel nur begrenzt reguliert. Deshalb gilt: sorgfältig informieren, Qualität prüfen und bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme fachlichen Rat einholen.

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Longevity – Bewegung

Bewegung ist Medizin für gesundes Altern: Sie erhält Muskelkraft, schützt Knochen und verlängert die gesunde Lebenszeit.


Regelmäßige Bewegung ist ein zentraler Baustein für Longevity. Körperliche Aktivität stärkt Herz-Kreislauf-System, Muskulatur und Knochen und wirkt sich zugleich positiv auf die geistige Gesundheit aus. Menschen, die sich regelmäßig bewegen, altern nachweislich gesünder und bleiben länger selbstständig.

Dabei geht es nicht um Höchstleistungen. Eine Kombination aus Ausdauertraining (z. B. Gehen, Radfahren, Schwimmen), Krafttraining und Beweglichkeitsübungen wie Yoga oder Tai Chi hat sich als besonders wirksam erwiesen. Diese Mischung fördert nicht nur körperliche Fitness, sondern auch Gleichgewicht, Koordination und mentale Stabilität.

Ein entscheidender Faktor für gesundes Altern ist der Erhalt der Muskulatur. Ab etwa dem 30. Lebensjahr verliert der Mensch durchschnittlich rund ein Prozent Muskelmasse pro Jahr. Bis ins hohe Alter können so 30 bis 50 Prozent der Muskelmasse verloren gehen – ein Prozess, der als Sarkopenie bezeichnet wird. Sie erhöht das Risiko für Gebrechlichkeit, Stürze und chronische Erkrankungen erheblich.

Regelmäßiges Krafttraining kann diesem Prozess effektiv entgegenwirken. Aktive Muskeln verbessern die Blutzuckerregulation, senken das Risiko für Diabetes Typ 2 und tragen dazu bei, die Knochendichte zu erhalten. So lassen sich Osteoporose, Verletzungen und Mobilitätseinschränkungen im Alter gezielt vorbeugen.

Bewegung ist damit weit mehr als Fitness, sie ist eine der wirkungsvollsten Strategien, um Lebensjahre nicht nur zu verlängern, sondern ihre Qualität nachhaltig zu sichern.

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen geistiger Aktivität und Longevity?

Der Zusammenhang zwischen geistiger Aktivität und Longevity ist ein spannendes Feld, das seit einigen Jahren von vielen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen erforscht wird und zunehmend auch in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Studien legen nahe, dass ein aktiver Geist nicht nur zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten beiträgt, sondern auch eine wichtige Rolle in der Verlängerung der Lebenszeit spielen kann. Geistige Aktivitäten und Herausforderungen – sei es durch Lesen, Lernen, Rätsellösen oder kreative Betätigungen – fördern die Neuroplastizität. Dies ist die Fähigkeit des Gehirns, sich zu verändern und anzupassen, indem es neue neuronale Verbindungen bildet. Eine hohe Neuroplastizität wird mit verbesserter Gedächtnisleistung, Lernfähigkeit und einem generell gesünderen Gehirn in Verbindung gebracht.

Darüber hinaus unterstützt ein geistig aktiver Lebensstil die Prävention von altersbedingten kognitiven Fähigkeiten, einschließlich Demenz und Alzheimer. Durch regelmäßige geistige Aktivitäten wird das Gehirn dazu angeregt, auf einem hohen Niveau zu arbeiten, was den Verfall verlangsamen kann. Dies führt nicht nur zu einer besseren Lebensqualität im Alter, sondern kann auch dazu beitragen, den Alterungsprozess zu verlangsamen und die Lebensdauer zu verlängern. Geistig aktive Menschen pflegen soziale Kontakte und empfinden grundsätzlich eher Glück und Zufriedenheit. Wichtige Merkmale um Stress zu reduzieren – ein bekannter Risikofaktor für chronische Krankheiten.

Insgesamt zeigt die Forschung der letzten Jahre, dass die Pflege eines aktiven Geistes durch lebenslanges Lernen, kulturelle Erfahrungen, soziale Interaktion und Kreativität ein Schlüssel für ein langes und erfülltes Leben sein kann. Der Zusammenhang zwischen geistiger Aktivität und Longevity unterstreicht die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes zur Gesundheit für Körper, Geist und Seele um den Alterungsprozess zu verlangsamen.

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Longevity – Die Bedeutung von sozialen Bindungen und psychischem Wohlbefinden

Soziale Verbundenheit und emotionale Stabilität sind kein Zusatz, sondern ein zentraler Faktor für gesundes Altern.


Soziale Beziehungen sind ein zentraler Faktor für ein langes und gesundes Leben. Menschen mit stabilen sozialen Bindungen leiden seltener unter chronischem Stress, fühlen sich verbundener und leben nachweislich länger. Familie, Freundschaften, Nachbarschaft oder Gemeinschaften geben Halt, Sinn und Orientierung – besonders im Alter.

Ebenso wichtig ist die mentale Gesundheit. Achtsamkeit, Stressmanagement und emotionale Resilienz helfen, Belastungen besser zu verarbeiten und das innere Gleichgewicht zu bewahren. Chronischer Stress hingegen beschleunigt Alterungsprozesse und erhöht das Krankheitsrisiko.

Longevity bedeutet daher nicht nur körperliche Fitness, sondern auch seelische Stabilität und soziale Verbundenheit – als Grundlage für Lebensqualität bis ins hohe Alter.

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Gesunder Schlaf und Longevity – Wie hängt das zusammen?

Gesunder und erholsamer Schlaf ist die Basis für körperliche, geistige und emotionale Fitness. Schlaf beeinflusst eine Vielzahl an körperlichen Prozessen, die direkten Einfluss auf die Gesundheit haben:

Nach sechs Nächten mit nur 4 Stunden Schlaf hatten junge Probanden einer amerikanischen Studie so schlechte Blutwerte wie sonst alte Menschen mit hohem Risiko für Diabetes und Herzinfarkt. In einer anderen Studie veränderte sich die Aktivität von mehr als 700 Genen nach einer Woche mit nur 6 Stunden Schlaf pro Nacht.

Während des Schlafens schüttet der Körper große Mengen an Wachstumshormonen aus, die dafür sorgen, dass sich Knochen, Muskeln und Organe erneuern können.

Auch das Immunsystem arbeitet im Schlaf um die Abwehrkräfte zu kräftigen. Ob ausreichend Antikörper gebildet werden, hängt unter anderem vom Stresshormon Cortisol ab. Im Wachzustand ist dessen Konzentration im Körper hoch, was die Bildung von Antikörpern unterdrückt. Im Tiefschlaf ist die Cortisol-Konzentration dagegen niedrig, so dass Antikörper produziert werden können und das Immunsystem gestärkt wird.

Das Gehirn braucht den Schlaf, um zu regenerieren. Dabei verarbeitet es die Bilder, Eindrücke und Informationen, die tagsüber gesammelt werden und von unserem Stirnhirn markiert werden, wenn sie besonders nützlich sind. Aber erst im Tiefschlaf in der ersten Nachthälfte werden die ausgewählten Inhalte vom Zwischenspeicher im Schläfenlappen in die Großhirnrinde transferiert. So werden vor allen Dingen bewusst gelernte Informationen, wie Vokabeln oder ein Gedicht, langfristig gespeichert. Auch neue Bewegungsmuster, wie zum Beispiel Radfahren, werden im Tiefschlaf im Gedächtnis gefestigt.

Ausreichend Schlaf unterstützt zudem die Autophagie des Körpers. Im Schlaf wird das glymphatische System aktiviert, das die Abfallstoffe des Tages abtransportiert. Schlafmangel behindert diesen Abtransport und kann das Risiko von Alzheimer erhöhen.

 Wer gut und ausreichend schläft, minimiert das Risiko chronischer Krankheiten, wie

  • Diabetes
  • Herzkrankheiten und
  • Übergewicht.

Praktische Tipps für einen gesunden Schlaf

  1. Regelmäßigkeit bewahren: Gehe jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett und steh jeden Morgen zur gleichen Zeit auf, auch an Wochenenden. Dies hilft, den Körper auf einen festen Schlafrhythmus einzustellen.
  2. Eine entspannende Abendroutine etablieren: Entwickele Rituale, die dir helfen, vor dem Schlafengehen zu entspannen. Das kann Lesen, meditieren oder ein warmes Bad sein.
  3. Schlafumgebung optimieren: Sorge für eine ruhige, dunkle und kühle Umgebung in deinem Schlafzimmer. Eine gute Matratze und bequeme Kissen sind ebenfalls wichtig.
  4. Elektronische Geräte ausschalten: Vermeide die Nutzung von Smartphones, Tablets oder Fernsehern mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen. Das blaue Licht dieser Geräte kann die Produktion des Schlafhormons Melatonin stören.
  5. Auf die Ernährung achten: Vermeide schwere oder große Mahlzeiten sowie koffeinhaltige Getränke am späten Abend.
  6. Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität während des Tages kann dir helfen, nachts besser zu schlafen. Vermeide jedoch intensive Workouts kurz vor dem Schlafengehen.

Medizinische Erkenntnisse zu Longevity

Moderne Longevity-Medizin zielt nicht auf ein längeres Leben um jeden Preis, sondern auf gesunde, selbstbestimmte und erfüllte Lebensjahre durch Prävention und personalisierte Medizin.


Die moderne Medizin entschlüsselt den Alterungsprozess zunehmend auf molekularer Ebene. Fortschritte in Genetik und Biotechnologie zeigen, dass Faktoren wie die Länge der Telomere – die Schutzkappen unserer Chromosomen – eng mit Gesundheit und Lebensspanne verbunden sind.

Neue biomedizinische Ansätze zielen darauf ab, Zellschäden zu reparieren, Entzündungsprozesse zu reduzieren und altersbedingte Erkrankungen früher zu erkennen. Unterstützt durch künstliche Intelligenz und Big Data entstehen zunehmend personalisierte Präventions- und Gesundheitsstrategien, die individuelle genetische Voraussetzungen und Lebensstile berücksichtigen.

Longevity bedeutet in diesem Kontext nicht nur länger zu leben, sondern medizinische Innovationen gezielt zu nutzen, um Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.